Es gibt gewisse Parallelen zwischen dem Esslatz eines Kleinkindes und meiner Haarbürste: Kaum geputzt, sind sie schon wieder voller Dreck. Der Unterschied: Die „ich-esse meinen-Spinat-alleine-und-saue-dabei-flächendeckend-alles-ein“-Phase geht irgendwann vorbei. Zudem entschädigt einen in dieser Zeit das zahnlose Lächeln auf dem verschmierten Gesicht des Nachwuchses für sämtliche Putzorgien.
Ganz anders die Geschichte mit der Haarbürste: Mit Hilfe eines ausrangierten Zahnbürstelis und eines Kamms befreie ich selbige nach jeder Anwendung von Haaren, Staubpartikeln und Pollen. Statt eines freundlichen Babygrinsens ernte ich dabei aber lediglich einen ungläubigen Blick des Liebsten („Wahnsinn, dieser Dreck: als ob ein Staubmagnet darin versteckt wäre!“). Gerne würde ich solche Sprüche eloquent kontern mit dem Hinweis auf seine fehlende Haarpracht („aus Dir spricht nur der Neid“), aber leider hat er wieder einmal recht, der Liebste: So geht es wirklich nicht mehr weiter. Grusig ist das!
Offen bleibt die Frage, wie man es schafft, seine Haarbürste in einem hygienisch akzeptablen Zustand zu erhalten, ohne dieselbe täglich während fünf Minuten hektisch zu schrubben? Mit einer neuen Bürste zum Beispiel, wie der Liebste mit süffisantem Lächeln empfiehlt, „auch wenn ich natürlich überhaupt nichts davon verstehe.“ Keine Haare auf dem Kopf und erst noch frech werden – wunderbar.
Dennoch befolge ich den Ratschlag. Zähneknirschend ersetze ich meinen guten, alten Haarstriegel durch die neue Paddle Brush von Sebastian Professionel, die ich im Internet bestellt habe. Eine gute Investition, denn seither – so scheint es – fallen mir weniger Haare aus. Zudem lässt sich die Plastikbürste ganz unkompliziert unter der Dusche abwaschen. Trotzem: Ich bin dankbar für weitere Tipps zur Reinigung von Haarbürsten. Wer weiss, vielleicht gibt es eine total einfache Lösung die sämtliches Putzen überflüssig macht – und ich kenne sie einfach noch nicht.
Sebastian - Paddle Brush: CHF 16 statt CHF 20.00




















